Ausstellungen

10.12.2021 – 20.02.2022
Mi – So  10.00 – 17.00 Uhr

Bauhausgebäude
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

Ausstellung im Bauhausgebäude

Bauhaus Lab 2021: Vegetation unter Strom

Ausgangspunkt des Bauhaus Labs 2021 ist ein Herbarium aus dem Jahr 1930. Angelegt von dem Botaniker Hans Weber, umfasst die Sammlung Pflanzen und Pflanzenteile aus dem Auenwaldgebiet der Goitzsche. Das Objekt im Kreismuseum Bitterfeld zeugt von den Auswirkungen der Umweltverschmutzung in der Region zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Das von elektrischem Licht hell erleuchtete Bauhausgebäude faszinierte bei der Eröffnung 1926 seine Zeitgenossen. Niemand hatte jedoch die Rauchschwaden und entlaubten Bäume im Kopf, die den Untersatz der Elektrifizierung bildeten. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich Mitteldeutschland zu einer Industrieregion, die sogar Berlin mit Strom versorgte. Heute ist die Goitzsche eines der prominentesten Beispiele renaturierter Bergbaufolgelandschaften in Mitteldeutschland. Könnte das Herbarium also ein Zeugnis der Umweltverschmutzung sein, die die Region seit dem 19. Jahrhundert prägte?

Die Ausstellung verbindet die Pflanzen-Sammlung mit öffentlichen Debatten über Waldsterben, Naturschutz, Luftverschmutzung und wachsendem Umweltbewusstsein und hebt die Beziehung zwischen Ökologie und Ökonomie hervor: die Vegetation als Grundlage für Energie, aber auch als Feld der Ressourcenausbeutung im Kontext verschiedener politischer Regimes.

Anhand von Archivdokumenten, Interventionen und Feldstudien wird die Veränderung der Natur in Zusammenhang mit der Geschichte des Bauhauses gebracht. Für die Heizung des Bauhausgebäudes beispielsweise argumentierte Walter Gropius mit der kostengünstigen Braunkohle in der Region.

Aus dem dynamischen Zusammenspiel dieser Tatsachen ergeben sich Fragen danach, wie wir Landschaften pflegen und erhalten, die scheinbar unwiederbringlich verloren sind. Was bedeutet es, postindustrielle Landschaften zu betreuen? Und wie können wir heute die Renaturierung unserer Umwelt vorantreiben?

Bauhaus Lab 2021: Lili Carr, Maya Errázuriz, Shaiwanti Gupta, Elizabeth Hong, Pierre Klein, Elisabetta Rattalino, Shivani Shedde, Nancy Valladares

15.10.2021 – 06.03.2022
Mi – So  10.00 – 17.00 Uhr

Bauhausgebäude
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

Ausstellung im Bauhausgebäude

HfG Ulm: Ausstellungsfieber

Durch ihre Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland trug die Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm wesentlich zu ihrer weltweiten Wahrnehmung bei. Die Ausstellung im Bauhausgebäude widmet sich erstmalig diesem Zusammenspiel von Designtheorie und Ausstellungspraxis. Vorgestellt werden Schul- und Auftragsausstellungen, die zwischen 1953 und 1968 von der HfG konzipiert und im In- und Ausland präsentiert wurden. Unveröffentlichte Quellentexte und historisches Material, wie Ausstellungsstände, Systementwürfe sowie Fotografien, veranschaulichen die Entwurfs- und Ausstellungspraxis. Der Grafikdesigner und HfG-Mitbegründer Otl Aicher spielte dabei eine maßgebliche Rolle. Besucher*innen sehen sich zurückversetzt in die 1950er und 60er Jahre, die Zeit eines grassierenden „Ausstellungsfiebers“, wie ein Zeitgenosse kommentierte.
Eine Wanderausstellung des HfG-Archiv Ulm.

14.01. – 12.02.2022
Mittwoch -Sonnabend
11.00 – 17.00 Uhr

kunstRaum22
Askanischestr. 22
06844 Dessau

Anhal­ti­scher Kunst­ver­ein Dessau e.V.
Aska­ni­sche Straße 22, 06844 Dessau-Roßlau
phon: 0340 6501443
email: info@an­hal­ti­scher-kunst­ver­ein.de

Vorsit­zen­der: Gerhard Lambrecht

Ausstellung im kunstRaum22

Hallesche Künstler | 2022

Der Anhaltische Kunstverein Dessau präsentiert gemeinsam mit dem Halleschen Kunstverein e.V. die Hallenser Künstler:

  • Christine Dockhorn – 1999 Studium der Kunsterziehung an der Burg Giebichenstein und der Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Danach 2007 Aufbaustudium Grafik an der Burg Giebichenstein. Lebt und arbeitet als Grafikerin in Halle
  • Dieter Gilfert – 1973 Studium Malerei und Grafik an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein, freischaffend als Maler / Grafiker tätig
  • Günter Giseke – Vorkurs an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein (Grundlagenstudium), freiberuflich als Maler und Grafiker tätig
  • Rainer Henze – 1973 Studium an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein im Fachbereich Metall, freiberuflich als Metallbildhauer und Grafiker tätig
  • Rolf Müller – Studium an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle Burg Giebichenstein, Fach Angewandte Malerei, tätig auf den Gebieten Gobelingestaltung und Grafik, Lehrtätigkeit an der Burg Giebichenstein, freiberuflich tätig
  • Klaus Völker – 1982 Studium an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein, freischaffend als Metallgestalter, Maler und Grafiker

Es ist eine Verkaufsausstellung, die Arbeiten können erworben werden. Der Besuch der Ausstellung findet unter 2G-Regeln statt. Die Ausstellung wird freundlich unterstützt von der Stadtsparkasse Dessau.

26.09.2021 – 31.01.2022
Mi – Mo 
10.00 – 18.00 Uhr

4,50 €

Orangerie beim Schloss Georgium
Am Georgengarten 18
06846 Dessau-Roßlau

Ausstellung in der Orangerie beim Schloss Georgium

Zucker aus Rüben –
Ein „Kraftstoff“ der Moderne

Am 14. Juni 1871 wurde die Dessauer Zucker-Raffinerie gegründet und am 1. September 1871 in das Handelsregister eingetragen. Das Unternehmen war gegründet worden, um hier das von den Chemikern Max und Emil Fleischer entwickelte Verfahren der Zuckergewinnung durch Melasseentzuckerung mit Hilfe von Strontium-Verbindungen in die industrielle Praxis zu überführen.
Mittels dieses Verfahrens ließ sich einfach und kostengünstig Konsumzucker gewinnen.

Die Zucker-Raffinerie entwickelte sich zu einem der wichtigsten Wirtschaftsunternehmen unserer Stadt, zu dem auch die Strontian- und Pottaschefabrik in Roßlau gehörte. Anlässlich der Entstehung der Dessauer Zucker-Raffinerie vor 150 Jahren bereiten das Stadtarchiv Dessau-Roßlau und das Museum für Stadtgeschichte Dessau derzeit unter dem Titel Zucker aus Rüben – Ein „Kraftstoff der Moderne“ eine Ausstellung vor, die nicht nur die Geschichte der Dessauer Zucker-Raffinerie bis hin zur heutigen Gärungschemie Dessau GmbH beleuchten wird.

Mit dem Anbau von Zuckerrüben und der Rübenzuckerindustrie waren auch moderne technische Entwicklungen und zahlreiche Innovationen in Agrarwirtschaft, Maschinenbau, chemischer Industrie sowie Nahrungs- und Genussmittelproduktion verbunden, sie hatte aber auch großen Einfluss auf Alltagsleben, Politik, Kultur, Migration und zahlreiche andere gesellschaftliche Bereiche.

Diese komplexen Zusammenhänge werden in der Ausstellung für Dessau-Roßlau und die Region Anhalt anhand von zahlreichen Objekten, Modellen, Grafiken, Fotos und Filmaufnahmen erstmals in den Blick genommen.
Zucker war einst ein Luxusgut. Mit dem wachsenden Produktionsvolumen von Rübenzucker konnten sich spätestens ab dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts aber auch die Angehörigen der ärmeren Bevölkerungsschichten Zucker für das Süßen von Kaffee oder Tee und zuckerhaltige Produkte wie Bonbons, Marmelade, Süßgebäck, Kuchen und Torten leisten. Wohl in jeder Familie standen Zuckerbehälter in der Vorratskammer oder Zuckerdosen auf dem Esstisch. Auch diese Veränderungen im Alltagsleben der Menschen sollen in der Ausstellung gezeigt werden.

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Juli 2021 bis Juli 2022

ohne Eintritt

Die genauen Standorte der Bildbänke können Sie der Karte auf der Ausstellungsseite entnehmen.

Für Fragen steht ihnen die Tourist-Information Dessau zur Verfügung.

Innenstadt

Freiraumgalerie

Nehmen Sie sich Zeit für einen Spaziergang durch die Stadt und entdecken Sie die schönsten Orten von Dessau-Roßlau als Fotoimpressionen auf einem rund 3,5 km langen Rundkurs zwischen Bahnhof und Kavalierstraße.

Die temporäre Ausstellung präsentiert in diesem interessanten Format ansprechende Themen wie Stadtentwicklung, Stadtgeschichte und Stadtkultur.

Lokale und regionale Fotografen und Fotografinnen waren aufgerufen, ihre ganz persönlichen und schönsten Blickwinkel der Sehenswürdigkeiten Dessau-Roßlaus einzusenden. Das beeindruckende Ergebnis kann man bei einem Stadtspaziergang besichtigen, ist ebenso digital erlebbar und inspiriert dazu, auch die Originalschauplätze zu besuchen.
Die Fotoimpressionen werden bis zum Frühjahr 2022 zu sehen sein. Danach wechselt die Ausstellung thematisch.

Hier geht es zur Ausstellungsseite.

Rita Evans
25.11.2021 – 26.06.2022

Alexis Lowry (Kuratorin, Dia Art Foundation) mit dem Werk von Charlotte Posenenske sowie Hannes Bajohr
30.09.2021 – 10.04.2022

Mi – So 10 – 17 Uhr

Eintritt Haus Gropius

Haus Gropius
Ebertallee 57
06846 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de

Haus Gropius

Fiktional: Alexis Lowry, Hannes Bajohr und Rita Evans

Ausstellung der Bauhaus Residenz

Die Residenzler*innen Alexis Lowry, Hannes Bajohr und Rita Evans haben sich während ihres Dessauer Aufenthalts, in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv mit dem UNESCO-Welterbe der Meisterhäuser auseinandergesetzt. Für das Jahresthema “Infrastruktur” wählte Kuratorin Alexis Lowry modulare, skulpturale und industriell gefertigte Objekte der Künstlerin Charlotte Posenenske zum Mittelpunkt ihrer Arbeit, welche sich der Vorstellung von Beherrschung zugunsten des Partizipativen widersetzen.

Der Schriftsteller, Philosoph und Literaturwissenschaftler Hannes Bajohr zog Archivtexte heran, um sich der unsichtbaren Infrastruktur der Meisterhäuser zu nähern. Aus Verwaltungsdokumenten und Korrespondenzen zwischen Mieter*innen und Magistrat wählte er Passagen aus, arrangierte sie und stellte sie an die Orte, auf die sie sich beziehen.

Künstlerin Rita Evans arbeitet seit September im Haus Muche, experimentiert mit Materialien und Formen und erforscht welchen Klang sie erzeugen, wenn sie von einer Gruppe oder einem Publikum aus der Öffentlichkeit gespielt und bewegt werden. Sie wird in Kontakt mit den Dessauern treten, um neue Spielweisen für ihre Skulpturen zu entdecken.

Kunstwerke und künstlerische Arbeitsprozesse schaffen spezifische neue Zugänge zur Welt und sind in diesem Sinne fiktional: Der Begriff wird vom lateinischen Verb „fingere“ hergeleitet und bedeutet nichts anderes als „gestalten, formen, sich ­ausdenken“. Fiktion hat also nicht zuvorderst die Schaffung einer eigenen Welt zur Folge, sondern kann ebenso gut die Gestaltung der vorhandenen Welt, des Realen, bedeuten. Fiktion ist so auch eine Weise, Distanz zu gewinnen, um Realitäten zu befragen, neu zu sehen. 

In ihrer Arbeit erforschen Künstler*innen auch, wie sich Bedeutung und Wert in einer spezifischen Gegenwart konstituieren. Was wird warum und wie erzählt? Und welche Unterschiede, Reibungspunkte und Überlagerungen entstehen, wenn sich Fiktionen zwar dem gleichen Thema widmen, aber von ver­schiedenen Künstler*innen mit anderen Mitteln realisiert ­werden?

In Kooperation mit dem Literaturhaus Berlin und der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig.

Im Experimentierraum: Infrastruktur (be)greifen. Vom Sammeln und Kuratieren
vom 15.04.2021 bis 06.03.2022

Zu Gast: Ludwig Hilberseimer. Infrastrukturen der Neuen Stadt
vom 28.10.2021 bis 06.03.2022

Eintrittspreise des Museums

Bauhaus Museum Dessau
Mies-van-der-Rohe-Platz 1
(an der Kavalierstraße)
06844 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de

Bauhaus Museum Dessau

Zwischenspiele: Ausstellungen in der Ausstellung

Die Zwischenspiele sind wechselnde Ausstellungen in der Ausstellung „Versuchsstätte Bauhaus. Die Sammlung“ in der Black Box des Bauhaus Museums Dessau. Sie erweitern die Sammlungspräsentation und schreiben sie fort. Vom Sammeln präsentiert neue Objektgruppen der Dessauer Sammlung oder Objekte, die keinen dauerhaften Platz im Museum erhalten haben. Zu Gast lädt Objekte internationaler Bauhaus-Sammlungen ein oder auch Kurator*innen, Künstler*innen sowie Gestalter*innen, die sich mit Themen und Objekten der Bauhausmoderne auseinandersetzen. Und Im Experimentierraum geben die Bauhaus Agenten Einblicke in ihre Projektarbeit mit Dessau-Roßlauer Schulen. Bei kleinen Experimentier- und Gestaltungsaufgaben können die Besucher*innen hier selbst aktiv werden.