
Puppe ab 18: Freischütz
Samira Wenzel und Stefan Wenzel spielen um ihr Leben. Mit Objekten und Figuren, E-Gitarren und Hochzeitskleidern entführen die beiden in kleine Idyllen und große Alpträume. Inmitten von Jagdglamour und Trashmusik geht es um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens: Die Jagd und die Liebe. Frei nach Apels Volkssage und von Webers Oper geht es tief in den dunklen Wald, wo die erbarmungslose Wildnis lauert und nur die Erbförsterei ein Gefühl der Heimat bieten kann. Doch Vorsicht, so mancher Schuss wird ins Schwarze treffen. Objekttheater trifft Kammeroper.
»Kräftig geschüttelte Klischees: Das alles kommt zielgerichtet, präzise, mit Spiel- und Spottlust, Ulk und Umsicht daher und in einem Tempo, dass die Kamera mehr als einmal scharf gestellt werden muss.« (Die Deutsche Bühne)
»Dieser Freischütz ist ein spitzbübischdiabolisches Stück, auch über die Fadenscheinigkeit der Wirklichkeit, die Janusköpfigkeit des Menschen.[…] Und spätestens dann sollte man begriffen haben, wie schön diese Inszenierung auch losgelöst vom Zeitgeist ist. Das gilt einerseits pragmatisch: Denn man kann bei dieser Produktion beobachten, was es bedeutet, wenn die Produktionsmöglichkeiten andere sind als im normalen Betrieb des freien Theaters.« (Auszug aus der Laudatio zur Verleihung des »Leipziger Bewegungskunstpreises 2013«)
In Koproduktion mit dem Westflügel Leipzig und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, gefördert vom Kulturamt Leipzig.
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