Ausstellungen

Herbst 2025 bis Herbst 2027

Die genauen Standorte der Bildbänke können Sie der Karte auf der Ausstellungsseite entnehmen.

Für Fragen steht Ihnen die Tourist-Information Dessau zur Verfügung.

Innenstadt

Freiraumgalerie

Nehmen Sie sich Zeit für einen Spaziergang durch die Stadt und entdecken Sie wechselnde Ausstellungen in der Freiraumgalerie auf einem rund 3,5 km langen Rundkurs zwischen Bahnhof und Kavalierstraße.

Die temporäre Ausstellung präsentiert in diesem interessanten Format ansprechende Themen wie Stadtentwicklung, Stadtgeschichte und Stadtkultur.

Die aktuelle Freiraumausstellung lädt Sie ein, Persönlichkeiten der Bauhauszeit in Dessau kennenzulernen. Auf der Tour begegnen Sie Direktoren, Meisterinnen und Meistern, Schülerinnen und Schülern sowie Fördern des Bauhauses, die mit ihrem Wirken die Ideen der Moderne geprägt und weitergetragen haben.
Die Bildbänke erzählen ihre Geschichte in Text und Bild und machen die Vielfalt der Bauhauszeit im Stadtraum erlebbar.

Hier geht es zur Ausstellungsseite.

28.03.2026 – 10.01.2027
Mo – So, 10 – 17 Uhr (Mär – Okt)
Di – So, 10 – 17 Uhr (Nov – Feb)

Bauhausgebäude
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de/ausstellungen/glas-beton-metall/

Bauhausgebäude

Glas I Beton I Metall

Eisen, Beton und Glas nannte Walter Gropius als die neuen, industriellen Baustoffe, die die alten Naturbaustoffe „überholen“ würden. Das Bauhausgebäude steht für eine Vielzahl von Material-Neuentwicklungen in der Industrie und im Bausektor der 1920er Jahre. Die dreiteilige Ausstellung widmet sich den Materialien, aus denen es vorwiegend gemacht ist und mit denen sich die Werkstätten der Schule beschäftigten.

Als der Werkstattflügel des Bauhausgebäudes am 4. Dezember 1926 in Dessau eröffnet wurde, erstrahlte er wie ein gläserner Kubus – eine architektonische Manifestation des Neuen Bauens. Die Faszination, aber auch Skepsis der über 1.000 Gäste rührte nicht nur vom ungewöhnlichen, windmühlenförmigen Grundriss her, sondern auch von den neuartigen Baumaterialien, die Walter Gropius verwendete und mit denen sich die Werkstätten der Schule gestalterisch auseinandersetzten.

Fast ein Jahrhundert später nimmt die Ausstellung Glas | Beton | Metall im historischen Werkstattflügel genau diese Materialien in den Blick. Sie untersucht die engen Verflechtungen der Bauhausarbeit mit der Industriegeschichte des frühen 20. Jahrhunderts und fragt nach den oft übersehenen materiellen, wirtschaftlichen und technologischen Grundlagen des ikonischen Gebäudes und seiner Werkstattproduktion.

28.03.2026 – 27.09.2026 

Ehemaliges Kaufhaus Zeeck
Kavalierstraße 72
06844 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de/ausstellungen/algen-schutt-co2/

Ehemaliges Kaufhaus Zeeck

Algen I Schutt I CO2

Die Ausstellung im ehemaligen Kaufhaus Zeeck zeigt disziplinübergreifende Arbeitsweisen und Anwendungsbeispiele, die ästhetische und nachhaltige Gestaltung verbinden und befördern. Sie erforscht alternative Arten des Bauens und ist CO2-neutral konzipiert.

Das ehemalige Kaufhaus Zeeck in der Dessauer Innenstadt ist Ausgangspunkt der Ausstellung Algen | Schutt | CO2. Der 1908 eröffnete und in den 1920er Jahren erweiterte Bau ist ein herausragendes Beispiel der Warenhausarchitektur der Moderne und erzählt durch seine materiellen Schichten eine über ein Jahrhundert währende Stadtgeschichte.

Die Ausstellung macht diese Geschichte sichtbar: Sogenannte Zeitfenster an Treppe, Fußboden, Pfeiler und Decke geben im Rahmen der Ausstellung den Blick auf die materielle Geschichte des Gebäudes frei. Was auf den ersten Blick unverändert wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung einen sensiblen Umgang mit der historischen Bausubstanz. Abgeblätterter Putz wird entfernt, Löcher werden geschlossen, was repariert werden kann, wird repariert oder umgestaltet – zum Beispiel alte Fenstergläser oder die Paneele der Hetaflex-Aluminium-Fassade, die im Zuge der Fassadensanierung im Frühjahr 2025 abgenommen wurden. Ergänzungen wie das Deckenleuchtsystem und Reparaturen des Bodenbelags aus den 1980er Jahren folgen den Prinzipien der Wiederverwertbarkeit.

28.03.2026 – 27.09.2026
Freiluftpräsentation

Historisches Arbeitsamt
August-Bebel-Platz 16
06842 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de/ausstellungen/ziegel-shed-strom/

Historisches Arbeitsamt

Ziegel I Shed I Strom

Das 1928–1929 nach Entwürfen von Walter Gropius‘ Büro errichtete Dessauer Arbeitsamt gilt als bedeutendes Beispiel funktionalistischer Architektur der Moderne. Das Gebäude steht mit seiner gelben Ziegelsteinfassade im Kontrast zu den strahlend weißen Bauhausbauten und schlägt eine materielle Brücke zum Fagus-Werk, das Gropius zusammen mit Adolf Meyer entwarf (1911). Die Herkunft der gelben Ziegel ist jedoch bis heute ungeklärt.

Der Raum um das historische Arbeitsamt wird in einen Spielort verwandelt, den wir als ein „Amt der Neuen Arbeit“ definieren. Dabei rückt neben den prominenteren Werkstoffen der Moderne – wie Stahl, Glas und Beton – der oft vergessene, aber allgegenwärtige Backstein in den Mittelpunkt. Bei „Ziegel | Shed | Strom“ ist er unter anderem Ausgangspunkt der Installation „Superbricks – Pink Elements“ der Kopenhagener Künstlergruppe SUPERFLEX. Teil des performativen Programms ist die Produktion spezieller Ziegel in der „Superbrick-Factory“.

Die Innenräume des Historischen Arbeitsamtes sind nicht zugänglich.

28.03.2026 – 28.02.2027
Freiluftpräsentation

Stahlhaus
Südstraße 5
06849 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de/ausstellungen/blech-membran-bullauge/

Stahlhaus

Blech I Membran I Bullauge

Die Präsentation Blech | Membran | Bullauge am Stahlhaus zeigt exemplarisch den 1926, vornehmlich aus Blech, errichteten Experimentalbau in der Dessauer Siedlung Törten. Der Bauhaus-Meister Georg Muche entwarf ihn gemeinsam mit dem Architekten Richard Paulick und unterstützt durch die Leipziger Stahlhausfabrik Carl Kästner. Die konsequent moderne Konstruktion aus Spezialprofilen bot flexibel erweiterbare Raummodule. Doch Rostschutz und Dämmung erwiesen sich als mangelhaft. Nach der Sanierung präsentiert sich das Stahlhaus heute wieder in historischem Erscheinungsbild.

Das Stahlhaus verbindet die Bauhaus-Visionen mit ihrer industriellen Umsetzung während eines innovativen Baubooms. Die Präsentation zeigt, wie Dessau zum Zentrum metallischer Experimente wurde, die durch die kriegsbedingte Aufrüstung nach 1933 ein Ende fanden.

28.03.2026 – 28.02.2027
Freiluftpräsentation

Bootshaus der Junkers Paddelgemeinschaft Dessau
Leopoldshafen 4
06846 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de/ausstellungen/lamellen-pfette-knoten/

Junkers-Lamellenhalle

Lamellen I Pfette I Knoten

Die heute als Bootshaus genutzte Lamellenhalle in Dessau wurde 1930 errichtet und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für das patentierte System von Hugo Junkers. Ihr charakteristisches, gebogenes Stahldach besteht aus einem modularen Baukastensystem, das sich durch hohen Vorfertigungsgrad, einfache Transportierbarkeit, schnelle Montage und Materialrobustheit weltweit durchsetzen konnte.

Die Präsentation Lamellen | Pfette | Knoten zeigt dieses System am konkreten Beispiel der Lamellenhalle der Junkers Paddelgemeinschaft Dessau e.V. und erzählt eine abenteuerliche Exportgeschichte: Ab 1926 lieferten die Junkers-Werke eine komplette Flugzeugfabrik mit elf Lamellenhallen, Ausstattung, Maschinen und Know-how von Dessau nach Kayseri in die Zentraltürkei.

06.03. bis 28.03.2026
Mi – So  10.00 – 17.00 Uhr

Museum für Stadtgeschichte
Johannbau
Schloßplatz 3a
06844 Dessau-Roßlau

 

Anhal­ti­scher Kunst­ver­ein Dessau e.V.
Hobuschgasse 5
06844 Dessau-Roßlau

Mail: info@an­hal­ti­scher-kunst­ver­ein.de

anhaltischer-kunstverein.de

Johannbau

Uwe Hoyer - Bauhausstadt und Gartenreich

Der gebürtige Dessauer hat sich seit 2014 im Wesentlichen der Aquarellmalerei verschrieben. In der Stadt und der sie umgebenden Landschaft findet er reichlich Anregungen und Motive. Dabei fühlt er sich von alter und neuer Architektur angezogen. Sie im Kontext mit Kultur und Stadtgeschichte auf Papier und Leinwand festzuhalten, ist ein Teil seiner Arbeiten.

Beim Aquarell ist es immer wieder reizvoll und herausfordernd zugleich, Gesehenes in der Natur möglichst schnell zu erfassen und farbig umzusetzen. Dabei Licht, Schatten und Spiegelungen zur Geltung zu bringen, den Farbspielen auch freien Lauf zu lassen, ist das Spannende an dieser Technik. Schwerpunkt der ausgestellten Arbeiten bilden dabei die Landschaft und die Bauwerke des Georgengartens, als Teil des Gartenreiches und die Bauten unserer Stadt im Jahr des 100-jährigen Bauhausjubiläums.

Uwe Hoyer ist seit 2013 Mitglied der Deutschen Aquarellgesellschaft, beteiligt sich dort an Wettbewerben und Ausstellungen in ganz Deutschland. Er lebt und arbeitet in Dessau-Roßlau.

27.02.2026 – 18.04.2026
Di – So 10.00 – 17.00 Uhr

Vernissage am 26.02. um 18.00 Uhr

kunstHALLE Dessau
Ratsgasse
06844 Dessau-Roßlau

Anhal­ti­scher Kunst­ver­ein Dessau e.V.
Hobuschgasse 5
06844 Dessau-Roßlau

Mail: info@an­hal­ti­scher-kunst­ver­ein.de

anhaltischer-kunstverein.de

kunstHALLE

Kerstin Grimm - Malerei, Zeichnung, Plastik

Kerstin Grimm pendelt künstlerisch zwischen den Möglichkeiten von Zeichnung und Skulptur und ist seit ihrem Studium an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee in jedem der beiden Bereiche zu Hause. Sie begann mit der Zeichnung, hat die Fläche des Bildes verlassen und ist zu dieser zurückgekehrt. Die Skulpturen, die meist Bronzen und in wenigen Fällen Mischtechniken sind, begleiten die Arbeiten auf Papier anekdotisch und weiten den Horizont der künstlerischen Möglichkeiten vor allem im Figürlichen.

Die zeitlose, transzendente Art der Figuration befördert das Denken an die alten, fragilen Bestände grafischer Kabinette – denen man, mehr als abgeschilderter Gegenwart, noch Geheimnisse zutraut. Viele der Blätter bestehen aus geschichteten Papieren, die nicht nur collagiert, sondern außerdem in vielen Prozessen überarbeitet, verklebt und verdichtet werden – um schließlich, wie die Miniaturen alter Handschriften, gehüllt in eine Aura großer Kostbarkeit, daherzukommen.

Kerstin Grimm lebt und arbeitet in Berlin.

13.02.2026 – 12.07.2026
Di – So, 10 – 18 Uhr (März – Okt)
Di – So, 10 – 17 Uhr (Nov – Feb)

Bauhaus Museum Dessau
Mies-van-der-Rohe-Platz 1
(an der Kavalierstraße)
06844 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de

Bauhaus Museum Dessau

Soja I Linsen I Fluff. Antje Schiffers.

Die Künstlerin Antje Schiffers und ihr Partner Thomas Sprenger begeben sich auf Einladung der Stiftung Bauhaus Dessau auf Spurensuche. Sie erkunden Herkunft und Produktion von Materialien des Bauens. Sie treten in Kontakt zu Produzenten, zu Geologen und Industriemuseen, etablieren Beziehungen und machen sie zu Mitwirkenden der Ausstellung.

Das Projekt, das im Sommer 2024 begann, beleuchtet die globalen Verflechtungen von Ressourcen, Arbeit und Ökonomien. Im Zentrum steht die Erkundung verschiedener Abbau- und Produktionsstätten: Das Duo bereiste Zementanlagen, Flachglasproduktionen, Tagebaue und Ziegeleien in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Anatolien und Kuba. Zentraler Bestandteil ihrer Erkundungen war der direkte Kontakt zu Produzenten, Geologen oder Industriemuseen vor Ort, die durch ihre Kooperation zu Mitwirkenden der Ausstellung werden.

11.02.2026 – 21.04.2026
Mo – Do  9.00 – 17.00 Uhr

Archivverbund Dessau (Alter Wasserturm)
Heidestraße 21
06842 Dessau-Roßlau

Stadtarchiv Dessau-Roßlau
Heidestraße 21
06842 Dessau-Roßlau

alb-dessau.de/stadtarchiv/

Archivverbund im Alten Wasserturm

Orient im Okzident I Ein Freund Indiens - Der Philologe Friedrich Max Müller aus Dessau

In dieser Kabinettausstellung zu Max Müller (1823–1900) aus Dessau
werden zahlreiche Dokumente, Bildzeugnisse und Bücher aus dem im Stadtarchiv (Anhaltische Landesbücherei Dessau) befindlichen Nachlass Friedrich Max Müllers gezeigt.

Als Müller im Jahr 1900 starb, trauerte man weltweit. Nachrufe bezeichneten ihn als „Freund Indiens“ und „Der Welt größten Philologen“. Gemeint war der 1823 in Dessau geborene Sprach- und Literaturwissenschaftler Friedrich Max Müller, der als Professor in Oxford mit seinen Sanskritforschungen und zahlreichen grundlegenden Publikationen wahrlich Weltruhm erlangt hatte.

Friedrich Max Müller wurde am 6. Dezember 1823 in Dessau als Sohn des Dichters Wilhelm Müller (1794–1827) und von Adelheid Basedow, einer Enkelin des Philanthropinum-Gründers Johann Bernhard Basedow (1724–1790) geboren. 1841 bis 1844 studierte er Philologie und Philosophie an den Universitäten Leipzig und Berlin. Sein besonderes Interesse galt der Indologie und dem Sanskrit. Seine wissenschaftliche Arbeit führte ihn 1845 nach Paris und 1846 nach London. 1854 erhielt er eine ordentliche Professur für neue Sprachen und Literaturen in Oxford und wurde an der dortigen Universität ab 1868 erster Inhaber des Lehrstuhls für vergleichende Religionswissenschaft. Friedrich Max Müller gab viele herausragende wissenschaftliche Werke heraus, unter anderem die „Sacred books of the East“ in 50 Bänden sowie „India what can it teach us?“ (London 1883) als sein populärstes Buch. Für seine Lebensleistung erhielt Friedrich Max Müller zahlreiche Orden und Auszeichnungen. Er starb am 28. Oktober 1900 in Oxford.

Seine Werke werden noch immer von Studenten der Indologie und der Sanskrit-Forschung in aller Welt genutzt. Die deutschen Goethe-Institute in Indien firmieren unter dem Namen „Max Mueller Bhavan“.

05.12.2025 – 31.01.2027
Di – So, 10 – 18 Uhr (März – Okt)
Di – So, 10 – 17 Uhr (Nov – Feb)

Eröffnung am 04.12.2025 um 18 Uhr

Bauhaus Museum Dessau
Mies-van-der-Rohe-Platz 1
(an der Kavalierstraße)
06844 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de

Bauhaus Museum Dessau

Bakelit | Glasur | Farbe

Der Stiftung Bauhaus Dessau wurde und wird viel geschenkt: Kunstwerke, Designobjekte, Fotografien und Dokumente, aber auch historische Lichtschalter aus Bakelit oder bauzeitliche Objekte aus verschiedenen Bauhausbauten. Im Bauhaus Museum Dessau werden ausgewählte Stücke gezeigt, die die Stiftung seit der Eröffnung des Museums 2019 erhielt.

Mit der Ausstellung – die für ein Jahr in die ständige Sammlungspräsentation integriert ist – möchte sich die Stiftung Bauhaus Dessau bei den Schenkenden bedanken. Aufgrund des unglaublichen Umfangs an Donationen muss sich die Ausstellung auf Schenkungen seit 2019 beschränken. Neben einer Auswahl ausgestellter Objekte bieten wir in einer digitalen Bildergalerie einen zusätzlichen Überblick über die Gesamtheit der Schenkungen der letzten sechs Jahre. Die Ausstellung veranschaulicht, auf welch vielfältige Weise sie die Substanz der Sammlungen der Stiftung Bauhaus Dessau bereichern.

05.11.2025 – 12.07.2026
Di – So, 10 – 18 Uhr (März – Okt)
Di – So, 10 – 17 Uhr (Nov – Feb)

Bauhaus Museum Dessau
Mies-van-der-Rohe-Platz 1
(an der Kavalierstraße)
06844 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de

Bauhaus Museum Dessau

Sbstz. ein Font-Programm

Experimentelle Schriftgestaltung und ihre digital-dynamischen Wandlungsmöglichkeiten sind Thema des Leipziger Schriftkollektivs Camelot in ihrer Multi-Media-Installation in der Raumbühne des Bauhaus Museums Dessau. Schriftzeichen verwandeln sich in verschiedene Aggregatzustände; unterschiedliche formale und ideologische Prinzipien kollidieren, konkurrieren und lösen sich auf.

Dauerausstellung
Di – So  10 – 17 Uhr (Nov – Feb)
täglich 10.00 – 17.00 Uhr (Mär – Okt)

Bauhausgebäude
Sockelgeschoss
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de

Ausstellung im Bauhausgebäude

Jun Yang. „Mehr als echt (More than real)“

In seiner Arbeit Mehr als echt (More than real) präsentiert Jun Yang im historischen Bauhausgebäude berühmte Bauhaus-Möbel unterschiedlichster Herkunft. Der in Wien lebende Künstler bespielt verschiedene Räume mit einer präzisen Auswahl originalgetreu produzierter Möbel, Übersetzungen sowie freien Nachahmungen. Er thematisiert die Weiterentwicklungen und Veränderungen, die das gestalterische Erbe des Bauhauses, konkret das Möbeldesign, in den vergangenen Jahrzehnten genommen hat. In Jun Yangs Arbeit für das Bauhaus Dessau geht es um Interpretationen und Übertragungen: vom Industriemöbel zur Designikone, zum Fetisch, zur Kopie und zum Kunstwerk. Mit der Auswahl der Möbel verweigert sich Jun Yang einem strikten Authentizitätsbegriff und lädt gleichzeitig dazu ein, Vorstellungen von Authentizität immer wieder neu zu verhandeln. Was ist das Authentische, das es zu bewahren gilt?

Aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums des Bauhauses in Dessau starten Tecta und Jun Yang das Experiment, eine neue, vollkommen kreislauffähige Wassily-Edition zu entwickeln. Der Name „Wassily“ ist in den 1960er Jahren von Dino Gavina als Marketing-Bezeichnung für den Breuer-Sessel B3 eingeführt worden. Tecta produziert den faltbaren Sessel unter dem Namen D4.

Dauerausstellung
Di – So 10 – 17 Uhr (Nov-Feb)
täglich 10 – 17 Uhr (Mär-Okt)

Bauhausgebäude
Werkstattflügel, 1. OG
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de

Ausstellung im Bauhausgebäude

Die Glasfassade am Bauhaus

Die markante Stahl-Glas-Fassade der Werkstattflügels war bei ihrer Fertigstellung 1926 ein Novum und stand lange Zeit für modernes Bauen schlechthin. Seit ihrer kriegsbedingten Zerstörung 1945 kam es immer wieder zu Veränderungen am Gebäude. Zu den wichtigsten zählt die Rekonstruktion der Fassade als Aluminium-Glas-Konstruktion 1976. In dieser Zeit lernte man das Bauhaus wieder schätzen. Es wurde (erneut) zu einem Ort für Gestaltungs- und Architekturfragen.

Die Ausstellung zeichnet die wechselvolle Geschichte der berühmten Fassade nach. Historische Fotografien zeigen Innenräume und Alltag der Ausbildungsstätte von den 1920ern bis in die 1980er Jahre. Zeitzeug*innen unterschiedlicher Generationen kommen in Bild und Ton zu Wort.

Dauerausstellung
Di – So  10 – 17 Uhr (Nov – Feb)
täglich 10 – 17 Uhr (Mär – Okt)

Bauhausgebäude
Brücke, 2. OG
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

bauhaus-dessau.de

Ausstellung im Bauhausgebäude

Lernort Bauhaus

Der vormalige Architekturlehrsaal wird mit „Lernort Bauhaus“ zum Ausstellungs- und Verweilort für Besucher*innen. Vor dem Hintergrund und Kontext des historischen Bauhaus Dessau als Schule (1926–1932) werden hier aktuelle Lernformen präsentiert, die in den beiden Abteilungen Akademie und Kuratorischer Werkstatt der Stiftung Bauhaus Dessau heute praktiziert werden. Dazu gehören Forschung und Lehre zu Geschichte und kritische Reflektion moderner und aktueller Gestaltungsdiskurse genauso wie Vermittlung und spielerisch-spekulative Neuinterpretationen historischer Übungen, Materialien und Ideen.

Anhand einer Auswahl vorgestellter Projekte sind Besucher*innen an diesem Ort eingeladen an den vielstimmigen Konversationen dieser Lehrprogramme, Workshops, Publikationen und anderen Formaten zu Diskurs und Praxis von Gestaltung teilzuhaben.