Programm-Highlights des Anhaltischen Theaters

5. Kammerkonzert
in der Laurentiushalle der Anhaltischen Diakonissenanstalt lädt zu feinsinnigem Dialog zwischen den Instrumenten
Am Sonntag, den 15. Februar um 11 Uhr lädt das Anhaltische Theater zum 5. Kammerkonzert in die Laurentiushalle der Anhaltischen Diakonissenanstalt ein. Das Programm bringt zwei Meisterwerke der Kammermusikliteratur für Klarinette, Viola und Klavier. Es erklingt Wolfgang Amadeus Mozarts sogenanntes „Kegelstatt-Trio“, dessen Titel augenzwinkernd Bezug nimmt auf den mutmaßlichen Ort seiner Entstehung beim Kegelspiel in geselliger Runde. Im Gegensatz zu Mozarts Trio werden Max Bruchs romantische „Acht Stücke“ nur selten komplett aufgeführt, stellen sie doch höchste Anforderungen an das Können der Interpreten. In der Laurentiushalle musizieren Oscar Fayos Franco (Klarinette), Hui Ma (Viola) und Christian Hammer (Klavier).
Termin:
15.02.26 | 11 Uhr | Laurentiushalle der Anhaltischen Diakonissenanstalt

Generalintendant Johannes Weigand zu Gast beim 28. Dessauer Schäferstündchen

Das 28. Dessauer Schäferstündchen verspricht am 21. Februar im Alten Theater Dessau einen unterhaltsamen und erkenntnisreichen Abend. Alexander G. Schäfer begrüßt den Generalintendanten des Anhaltischen Theaters Dessau, Johannes Weigand, zu einem Gespräch über seinen Werdegang, sein aktuelles Schaffen und persönliche Anekdoten.

Weigand ist seit 2015/16 Generalintendant in Dessau und prägt das Haus mit Oper, Musical, Schauspiel sowie Produktionen für junges Publikum. Zu seinen Inszenierungen zählen u. a. „Sugar – Manche mögen’s heiß“, „Kiss Me, Kate“, „Der zerbrochne Krug“, „Lady Hamilton“, „Im Weißen Rößl“ sowie in dieser Spielzeit „Così fan tutte“ und „Die Fledermaus“.

Johannes Weigand studierte Musiktheater-Regie in Hamburg und arbeitete zuvor an renommierten Bühnen im In- und Ausland, war von 2009 bis 2014 Opernintendant in Wuppertal und wurde international ausgezeichnet, unter anderem mit dem italienischen Musikkritikerpreis „Franco Abbiati“.

Darüber hinaus arbeitete er als Übersetzer, Regie-Dozent an der Kölner Musikhochschule sowie als Gastprofessor für Regie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Termin: 28. Dessauer Schäferstündchen – Zu Gast Generalintendant Johannes Weigand

21. Februar, 16 Uhr / Altes Theater (Foyer)

Orchestrale Klangvielfalt: Wiederentdeckungen und Meisterwerke im 4. Sinfoniekonzert

Am 5. und 6. März jeweils um 19.30 Uhr lädt das Anhaltische Theater Dessau im Rahmen des Kurt Weill Fests zum 4. Sinfoniekonzert der Anhaltischen Philharmonie unter der Leitung des neuen Ersten Kapellmeisters Svetoslav Borisov ins Große Haus ein.

Im Mittelpunkt steht die Wiederaufführung der frühesten erhaltenen Orchesterkomposition von Kurt Weill: der Suite in E-Dur, entstanden 1918/19 während seines ersten Studienjahres bei Engelbert Humperdinck in Berlin. Das sechssätzige Werk, eine erstaunliche Talentprobe des erst 18-Jährigen und seinem Vater „in dankbarer Verehrung“ gewidmet, galt lange als verschollen und wurde erst 1983 wiederentdeckt. Nach einer Aufführung 1995 in Dessau erklingt die Suite nun in einer neuen praktischen Ausgabe des britischen Weill-Experten James Holmes.

Im Rahmen des Südamerika-Schwerpunkts am Anhaltischen Theater erlebt zudem das Harfenkonzert des Argentiniers Alberto Ginastera seine Dessauer Erstaufführung. Das Werk verbindet folkloristische und moderne Elemente und zählt seit seiner erfolgreichen Uraufführung 1965 als Meilenstein der Harfenliteratur. Den extrem virtuosen Solopart in diesem Werk spielt die deutsche Harfenistin Manuela Randlinger.

Den Abschluss bildet Maurice Ravels berühmter „Boléro“ (1928) – ein faszinierendes orchestrales Crescendo, das mit unveränderter Melodie und Rhythmik eine der eindrucksvollsten Steigerungen der Musikgeschichte entfaltet. An beiden Konzertterminen findet jeweils um 18.30 Uhr im Foyer eine Einführung statt.

Dirigent Svetoslav Borisov
Solistin Manuela Randlinger
Harfe Anhaltische Philharmonie Dessau

Die Sinfoniekonzerte der Anhaltischen Philharmonie Dessau werden großzügig unterstützt durch die Octapharma Dessau GmbH.

Termine: 5. und 6. März jeweils um 19.30 Uhr | Großes Haus

An beiden Konzertterminen findet jeweils um 18.30 Uhr eine Konzerteinführung im Foyer statt.

Puppe ab 18“ mit „Solo Sunny & me“

Eine Liebeserklärung an „Solo Sunny“ von Tilla Kratochwil frei nach dem Film „Solo Sunny “ von Konrad Wolf und Wolfgang Kohlhaase

Am Samstag, d. 21. März um 18 Uhr findet die Gastspielreihe für Erwachsene „Puppe ab 18“ im Alten Theater ihre Fortsetzung und bietet mit dem Stück „Solo Sunny & me“ einen außergewöhnlichen Abend mit Bezug auf die bekannte Bühnenfassung des DEFA-Klassikers „Solo Sunny” von 1980.

In 40 Jahren hat sich einiges geändert, aber die Fragen an das eigene Leben bleiben universell. Die Geschichte der Schlagersängerin Ingrid Sommer alias Sunny, die in einem Hinterhof im Prenzlauer Berg lebt und in einer Musikkapelle singt und durch Dörfer und Kleinstädte tingelt, wird zur Grundlage, um vom eigenen Leben – den Träumen und Enttäuschungen – zu erzählen. Es geht um Lebensentwürfe – jedes Instrument ein neuer Mensch, jede Musik eine andere Sehnsucht.

Eine Sängerin im Theater, gezeigt von einer Schauspielerin, die sich selber einen Konzertauftritt schenkt. – Die Show mit Rike Schuberty interpretiert die Geschichte neu.

Termin im Alten Theater/ Studio
21.03.2026, 18 Uhr

Die Verwandlung
Schauspiel nach Franz Kafka

Premiere am 20. Februar 2026 um 20 Uhr | Altes Theater/Studio

Mit „Die Verwandlung“ schuf Franz Kafka eine der eindringlichsten Parabeln der Weltliteratur: Der junge Handelsreisende Gregor Samsa erwacht eines Morgens als Ungeziefer und erlebt, wie sich Fürsorge in Ablehnung, Angst und Verachtung verwandelt. Unfähig, weiter für seine Familie zu sorgen, wird sein Dasein zunehmend als nutzlos und störend empfunden – selbst von der geliebten Schwester. Gregors einsamer Tod markiert für die Familie zugleich das Ende der Belastung und den Beginn eines Neuanfangs.
Kafkas Erzählung von 1912 stellt zeitlose Fragen nach Nützlichkeitsdenken, Ausgrenzung und Entfremdung: Was geschieht mit einem Menschen, wenn er nicht mehr den Erwartungen der Gesellschaft entspricht? Ein Text von beklemmender Aktualität, der bis heute zu immer neuen Deutungen herausfordert.

Weitere Termine: 23.02. um 12 Uhr (für Schulklassen/Besuchergruppen), 07.03. um 20 Uhr (Restkarten), sowie der 04.04. um 20 | Altes Theater/Studio

Für weitere Termine startet der Kartenverkauf in Kürze!

Karten sind an allen Vorverkaufsstellen des Anhaltischen Theaters, im Internet unter www.anhaltisches-theater.de und an der Abendkasse erhältlich.