Theater-Highlights vom 19. – 25.01.2026

19.01.26 | 19.30 Uhr | Dessauer Jazz Nights #5 – Konstantin Kölmel | Großes Haus/Restaurant

Jazz, der berührt. Groove, der bewegt. Solos, die begeistern. Europas Jazz-Talente vereint: Mit Virtuosität und Ausdrucksstärke bringt das Konstantin Kölmel Project eine unverwechselbare Klangwelt auf die Bühne – von filigranen Saxophonsolis bis zu mitreißenden Neuinterpretationen der Hits von Michael Jackson & Stevie Wonder. Das Konstantin Kölmel Project vereint Groove-Jazz, Funk und R&B zu einem kraftvollen Klangbild, das Emotionen weckt und gleichzeitig musikalische Tiefe bietet. Mit einem Ensemble aus hochtalentierten Musikern, die aus Städten von Baden-Baden, über München, Zürich bis Amsterdam, bringt die Band einige der außergewöhnlichsten Talente des europäischen Jazz zusammen. Saxophonist Nikola Bankov, von Forbes in seinem Heimatland unter die „30 unter 30“ der aufstrebendsten Künstler gewählt, spielt mit Größen wie Randy Brecker und Billy Cobham. Kilian Sladek, ehemaliger Sänger des Bundesjazzorchesters, verleiht mit seinem ausdrucksstarken Gesang und einfühlsamen Lyrics jeder Komposition eine unverwechselbare Note. Mit im Gepäck hat die Band ihr neues Album, auf dem Starposaunist Nils Landgren zu Gast ist.

22. & 23.01.26 | 19.30 Uhr | 3. Sinfoniekonzert – Mozart, Mahler | Großes Haus
Mozart und Mahler Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert C-Dur KV 467 Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur: Gemessen an ihren sinfonischen Schwestern ist die 1901 uraufgeführte 4. Sinfonie von Gustav Mahler ein »kleines« Werk. Sie dauert weniger als eine Stunde und verzichtet auf schweres Blech. Wie in der 2. und in der 3. Sinfonie verwendet Mahler hier zum dritten und letzten Mal einen Text aus Arnim Brentanos Sammlung Des Knaben Wunderhorn. Das Lied Das himmlische Leben plante er ursprünglich als abschließenden siebten Satz der monumentalen Dritten Sinfonie. Es wurde schließlich zum Ausgangspunkt für die Komposition der Vierten, die uns, nicht ohne Doppelbödigkeit, in eine idyllisch-heitere, scheinbar naive Sphäre entführt. »Es ist die Heiterkeit einer höheren, uns fremden Welt darin, die für uns etwas Schauerlich-Grauenvolles hat. Im letzten Satz (…) erklärt das Kind, welches im Puppenstand doch dieser höheren Welt schon angehört, wie alles gemeint sei« (Mahler). Am Schluss steht dieses einfache Strophenlied, gesungen von einem Solosopran – »wie ein von Kinderhand ausgemalter Märchenhimmel« (Eberhard Klemm). Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert C-Dur KV 46: Im ersten Teil des Abends erklingt mit dem C-Dur-Konzert KV 467 eines der bekanntesten Klavierkonzerte Mozarts. Der Komponist führte es am 10. März 1785 in einer eigenen Akademie erstmals auf, bei der auch Vater Leopold anwesend war. Der schrieb danach an seine Tochter Nannerl, er sei über die Schönheit des Werks und über den errungenen Beifall zu Tränen gerührt gewesen. Neben den unbestreitbaren
Qualitäten dieser Musik hat im 20. Jahrhundert auch die Filmbranche sehr zur Popularisierung des Werkes beigetragen: Das Andante des zweiten Satzes mit seinem wunderbaren Klangzauber fand Verwendung sowohl im schwedischen Spielfilm Elvira Madigan von 1967 als auch in einem James-Bond-Film von 1977.

23. & 24.01.26 | 19.30 Uhr | Raum für Klang 6 – musica magnetica | Bauhaus Museum Dessau
Elektronische Musik des 20. und 21. Jahrhunderts

Neue Musik im Bauhaus Museum Dessau. Die Geschichte der elektronischen Musik ist mindestens so alt wie die des Bauhaus. Die heute noch gespielten frühen elektronischen Instrumente, das Theremin, die Ondes Martenot und das Trautonium wurden zwischen 1919 und 1930 entwickelt. Später folgten Hammond-Orgel und Synthesizer; heute erzeugen Computer Musik. Der Abend beleuchtet u. a. Kompositionen von Paul Arma, der 1931/32 die musikalische Arbeit im Bauhaus Dessau kuratierte und nach 1933 in Frankreich ein Pionier der Neuen Musik wurde.
Musiker der Anhaltischen Philharmonie, die Komponistin Yana Shliabanska und der Lichtdesigner Guido Petzoldt nehmen das Publikum mit auf eine multisensorische Reise und erkunden die vielfältigen Facetten der elektronischen Musik. Mit Unterstützung der IDEAMA Sammlung, ZKM I Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe In Kooperation mit der Stiftung Bauhaus Dessau

23. & 24.01.26 | 20 Uhr | Jeeps | Altes Theater/Studio
Schauspiel von Nora Abdel-Maksoud

Endlich: Eine Erbschaftssteuerreform ist zu verzeichnen! Ab sofort gehen in Deutschland Erbschaften nicht mehr an die im Testament Begünstigten, sondern werden unter den Bürgerinnen und Bürgern des Landes verlost und damit radikal umverteilt. Dieses fiktive Szenario entwirft Nora Abdel-Maksoud in ihrer schwarzhumorigen Komödie Jeeps. Beauftragt wird mit der radikalen Erbschaftssteuerreform die beste aller Behörden: das Jobcenter, mit all seiner Behörden-Bürokratie. In dem Stück treffen die Sachbearbeiter Gabor und Armin, zuständig für die neue Erbschaftslotterie, auf die Hartz-IV-Empfängerin Maude und die Gründerin Silke, die sich um das Erbe ihres Vaters, der sich sein Vermögen hart erarbeitet hat, betrogen sieht. Es entspinnt sich ein Schlagabtausch um die Fragen nach Fairness, Privilegien, sozialer Gerechtigkeit, finanzieller Sicherheit und den Strukturen der Gesellschaft. Ein schräges, satirisches und unfassbar komisches Stück über ein Thema, das immer wieder für gesellschaftlichen Sprengstoff sorgt: Wem gehört die Geld?
Aufführungsrechte: schaefersphilippen Theater und Medien GbR

24.01.26 | 17 Uhr | Die Fledermaus | Großes Haus
Operette von Johann Strauß (Sohn)

Vor Jahren hat Gabriel von Eisenstein, ein Müßiggänger, seinem Freund Dr. Falke einen Streich gespielt. Nachdem sie gemeinsam auf einem Maskenball waren, ließ von Eisenstein seinen betrunkenen Freund Falke im peinlichen Fledermaus-Kostüm im Stadtpark schlafend liegen, sodass dieser am nächsten Morgen unter dem Spott der Passanten in seinem Kostüm nach Hause wanken musste. Nun ist die Zeit für die Rache der Fledermaus gekommen und damit der Plan von Dr. Falke aufgeht, müssen alle Figuren ihre zugeteilten Rollen spielen. Eine willkommene Ausrede, um ihre wahren inneren Triebe auszuleben.
Der Erfolg der Operetten von Jacques Offenbach in Wien führte dazu, dass viele Komponisten deutsche Operetten nach seinem Vorbild komponierten. Kaum jemand kam ihm jedoch so nahe wie Johann Strauß mit seiner Fledermaus. Das Zusammenspiel aus szenischer Schwungkraft, hintersinnigem Witz und sozial-psychologischer Treffsicherheit – unterstützt von Strauß‘ mitreißender Musik, die vom Walzer über die Polka bis zur Mazurka reicht – macht die Fledermaus zur Königin der Operette. Denn durch seine rauschende Musik ermöglicht Strauß nicht nur den maskierten Figuren, tanzend und singend aus ihrem tristen, realen Leben auszubrechen, sondern auch dem Publikum, dem Alltag zu entfliehen, denn »glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.«

25.01.26 | 17 Uhr | Der Räuber Hotzenplotz | Großes Haus
Wintermärchen von Otfried Preußler für alle ab 6 Jahren

Der Räuber Hotzenplotz hat die Kaffeemühle von Kasperls Großmutter gestohlen. Diese ist ein Geburtstagsgeschenk von Kasperl und seinem Freund Seppel. Außerdem kann sie Großmutters Lieblingslied »Alles neu macht der Mai« spielen. Während Wachtmeister Dimpfelmoser zögert, machen sich Kasperl und Seppel auf, um Hotzenplotz‘ Räuberhöhle zu finden und die Kaffeemühle zurückzuholen. Um nicht erkannt zu werden, tauschen sie ihre Kopfbedeckungen. Doch dem Räuber Hotzenplotz gelingt es, Kasperl und Seppel gefangenzunehmen. Kasperl wird von Hotzenplotz in dem Glauben, es handle sich um Seppel, an den bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann verkauft, der einen Diener zum Kartoffelschälen benötigt. Da das Schloss des Zauberers mit einem Bann belegt ist, gelingt es Kasperl zunächst nicht, daraus zu fliehen. Beim heimlichen Umherstreifen im Schloss stößt er in den Kellergewölben auf eine Unke, die sich ihm als verzauberte Fee Amaryllis zu erkennen gibt. Die Unke weiß, wie er den Bann um das Schloss umgehen kann, und bittet ihn darum, Feenkraut zu besorgen, damit er sie von ihrem bösen Zauber erlöst. Kasperl macht sich auf den Weg, der verzauberten Fee zu helfen. Wird es ihm und Seppel gelingen, die Fee zu befreien, dem bösen Zauberer das Handwerk zu legen, den Räuber Hotzenplotz dem Wachtmeister Dimpfelmoser auszuliefern und der Großmutter ihre heißgeliebte Kaffeemühle zurückzubringen?
Aufführungsrechte: Bühnenverlag Weitendorf, Hamburg Die Produktion wird großzügig unterstützt durch die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH.

Bild:Claudia Heysel
Text: ATD