Parodies
Die Kunst der Parodie verdanken wir – wie auch das Theater und so vieles mehr – den alten Griechen. Das griechische Wort bedeutet wörtlich Gegen-Lied, im Sinne von verstellt gesungenes Lied. Das wusste natürlich auch der griechisch-amerikanische Komponist Theodore Antoniou, als er unter dem Titel Parodies den Inbegriff der Dada-Poesie, nämlich Hugo Balls Sechs Laut- und Klanggedichte von 1916 für Stimme und Klavier komponierte.
Ergänzt wird das Programm durch Erik Saties 1913 entstandenen Klavier-Zyklus „Vertrocknete Embryos“, der wirbellose Meerestiere porträtiert und Stefan Wolpes Vertonung von Kurt Schwitters‘ Gedicht An Anna Blume. Einen Zyklus aus Christian Morgensterns Galgenliedern komponierte 1923 der Niederländer Henri Zagwijn, und der Wiener Kurt Schwertsik vertonte 1970 einen Strauß von Gedichten des Wiener Lyrikers Ernst Jandl, des Hauptvertreters der Konkreten Poesie.
Kay Stiefermann und Edilson Silva Junior begeben sich zusammen mit Wolfgang Kluge in die (Un-)tiefen der Unsinnspoesie in Kompositionen zwischen 1913 und 1980.
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