Das Musik-Trio Artefakt

Konzert: Artefakt – Gezeitenklänge

ARTEFAKT ist ein Instrumentalensemble bestehend aus den Musikern Regina Mudrich, Pär Engstrand und Martin Zemke. In dem Projekt „GEZEITENKLÄNGE“ bewegen sie sich musikalisch durch die Geschichte und Geschichten. Von der Renaissance bis zur Popularmusik des 20. Jahrhunderts. Lieder, Kantaten, Arien & Songs, gegenüber gestellt, psychedelisch und ineinander verwoben oder auch fragmentarisch, motivisch angerissen. Wir lassen wir uns leiten von den alten Gesängen bleiben aber nicht bei ihnen stehen. Wir improvisieren darüber, entfernen und nähern uns dem Vertrauten, fügen hinzu und schaffen neue Klänge.

Klänge und Melodien aus vergangenen Jahrhunderten finden sich in den Stücken zeitgenössischer Rock-, Blues-, Soulmusik und eigenen Kompositionen überraschend wieder und erklingen gemeinsam, zueinander gehörend, gleich zwei Spuren auf ein und derselben Straße. In dem Projekt „GEZEITENKLÄNGE“ orientieren sie sich an kreativ-wiederkehrenden musikalischen Ideen, die in den unterschiedlichen Epochen der Musikgeschichte immer wieder auftauchen, um Emotionen in Geschichten zu fassen. Gibt es in der Musikgeschichte korrespondierende Werke, Kompositionen, Songs und Poems, die mit derselben harmonischen Grundlage Emotionen, Erfahrungen zur Sprache bringen? Wo ist der gemeinsame musikalische Schmelzpunkt über Jahrhunderte hinweg? Das Thema „Verbindung alter und neuer Musik mit alten und neuen Instrumenten“ ist nicht neu, bietet es doch viele kreative und musikgeschichtlich interessante Ansätze.

Das Projekt „GEZEITENKLÄNGE“ möchte die Grenzen zwischen alter und neuer Musik sowie zwischen traditionellen und modernen Instrumenten aufbrechen. Dabei steht im Fokus, wie Musik über die Jahrhunderte hinweg miteinander kommunizieren kann – klanglich, stilistisch und konzeptuell. Es geht darum, musikalische Brüche hörbar zu machen und neue Ausdrucksformen durch ungewöhnliche Kombinationen zu entwickeln, aber auch die genreübergreifende Universalität der in Musik verarbeiteten Gefühle und Erfahrungen des Menschseins verschiedener Zeiten in alter und neuer musikalischer Sprache zu ergründen und ihre Kontinuitäten greifbar zu machen.

Das Ensemble verbindet in einem innovativen Konzept historische und zeitgenössische Instrumente, um musikalische Artefakte aus E-Musik und U-Musik miteinander in einen Dialog zu setzen. Durch die bewusste Gegenüberstellung von „alten“ und „neuen“ Klängen entsteht eine neuartige Klangsprache, die sowohl die Tradition würdigt als auch neue Horizonte eröffnet. Ein zentraler Bestandteil ist die Improvisation, die als kreatives Bindeglied fungiert und starre Genregrenzen auflöst. So entsteht ein experimenteller Raum, in dem sich Komposition und spontane musikalische Gestaltung miteinander verweben. Ziel ist es, Musik nicht nur als Aufführung, sondern als lebendigen Prozess erlebbar zu machen.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Datum

18.Nov..2025
Abgelaufen!

Uhrzeit

19:30 - 21:30

Standort

Kirche St. Peter und Paul
Zerbster Str. 48, 06844 Dessau-Roßlau

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